Diskussionsforum

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Kommentare

  • Erfurt (Sonntag, 26. Februar 2012 12:21)

    Ich würde gern wissen wie Ihr das Stadion ohne Tourismusförderrung bauen wollt?
    Der Staat oder die EU wollen eben manchmal betrogen werden, sonst würden sie nicht so bescheuerte Fördertöpfe auskippen.
    Wie kann den da ein normaler Bürger noch durchblicken.

  • cleidel (Sonntag, 26. Februar 2012 13:27)

    Die FW wollen gar kein Stadion bauen. Den OB-Zielen nach zu urteilen soll sogar das vernachlässigte, jetzige SWS nicht saniert werden ("Nur Geld ausgeben, das man hat."). So gesehen sollten Radrennbahn, Eishalle und Theater auf den Prüfstand, denn da sehe ich im Gegensatz zu einer Arena enorme Einsparmöglichkeiten. Letztlich ist es mir egal, wer gegen eine neue Arena stimmt (FW und Grüne), solange diese Blockierer demokratisch überstimmt werden. Man wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, sich diese Chance entgehen zu lassen!

  • Klaus Ullrich (Dienstag, 28. Februar 2012 09:54)

    Man streitet in der Blumenstadt, ob man nicht noch ein „Superstadion“ braucht, um die Stadt endgültig perfekt zu machen. Wer darüber streitet, sollte sich umsehen, was anderen Städten widerfuhr, als sie solche Pläne schmiedeten. Zum Beispiel Leipzig. Nein, die Leipziger hatten ja schon ein „Superstadion“, brauchten nur jemanden, der für eine Fußballmannschaft sorgte, die es füllte. Da kam nicht ein Wanderer des Weges, sondern ein Mann, der mit einem Drink, der sehr energisch machen soll und deshalb energy drink genannt wird, sehr viel Geld verdient – und es werbewirksam ausgibt. Bei den Formel-1-Rennen rasen seine Autos und neuerdings betreibt er in Leipzig auch eine Fußballmannschaft, die darauf hofft aus der vierten in die dritte Liga aufzusteigen. Käme sie eines Tages in die erste Liga , wäre das Stadion sicher ausverkauft. Bis dahin aber kostet es einiges, es zu unterhalten. Das soll derzeit der Drinkhersteller bezahlen. Da in Erfurt kein Wanderer in Sicht ist, der das übernimmt, stellt sich die Frage: Wer zahlt? Wir wünschen Rot-Weiß Erfurt so bald wie möglich den Aufstieg in die Bundesliga – und dann sollte man zügig ein Superstadion errichten!

  • Dr. Gerd Stübner (Mittwoch, 29. Februar 2012 12:29)

    Antwort auf „Erfurt“ – leider anonym:

    Eine Diskussion unter der Voraussetzung eines Fördermittelbetrugs – ich zitiere „wollen eben manchmal betrogen werden“ - lehne ich ab.

  • Dr. Gerd Stübner (Mittwoch, 29. Februar 2012 12:34)

    Antwort auf „cleidel“ – leider ebenfalls anonym:

    Offenbar wurden weder die Überschrift (Stadion JA) noch mein Artikel zur Multifunktionsarena gelesen. Die erwähnte „Chance“ wird uns noch sehr teuer zu stehen kommen; dann aber ist diese aktuelle Wahlkampfhilfe unter Parteifreunden vom Wähler wie immer längst vergessen. Schade.

  • cleidel (Mittwoch, 29. Februar 2012 21:33)

    Es tut mir Leid, dass ich weder die Überschrift "Stadion JA"(?) noch Ihren (versteckten?) Artikel gelesen habe. Wo sind diese denn im www zu finden? Allerdings wurden Ihnen von der TA/ZGT zur Kandidatenkür Fragen zum Thema vorgelegt und die Antworten habe ich sinngemäß zitiert. Was stimmt denn an meinen Ausführungen nicht? Sie sind doch gegen die Sanierung/Umbau zur Multifunktionsarena.

    Sinngemäß sagten Sie der TA/ZGT auch zum Thema "Neonazi-Demo", dass Sie "sich von gesetzlichen Bestimmungen nicht abhalten lassen würden, (dagegen) zu demonstrieren." Wenn das Ihre Meinung ist sollten Sie sich fragen lassen, warum Sie gegen ein demokratisch legitimiertes Rechtssystem sind und sich dennoch demokratisch wählen lassen wollen. Wie passt das zusammen?

    Aus aktuellem Anlass: Frau Dr. Aßmann hat in der heutigen (29.02.12) Stadtratssitzung mal wieder gezeigt, bis wohin der Horizont reicht. Herr Schilder hat sehr angemessen reagiert.

  • P Achim Tettschlag (Donnerstag, 01. März 2012 15:47)

    Meine Meinung zum Stadtratsbeschluss zum Erfurter Stadion:
    THÜRINGEN hat 2,2 Mio. / ERFURT hat 204 Tsd. EINWOHNER ...
    Zur BEFRIEDIGUNG von ca. 6.000 Fans
    werden FÖRDERMITTEL eingesetzt,
    denen erhöhte
    + BETRIEBSKOSTEN,
    + Kosten für POLIZEIEINSÄTZE,
    + Kosten für SCHADENSBESEITIGUNGEN im öffentlichen Raum,
    + Kosten für gesundheitliche WIEDERHERSTELLUNG
    + u. a. m. folgen werden ...

    ALSO alles KOSTEN zu Lasten der STEUERZAHLER
    in einer ZEIT,
    wo jeder POLITIKER mahnend auftritt und zum SPAREN aufruft
    sowie STEUER- und GEBÜHRENERHÖHUNGEN beschließt ...

    Zur gleichen ZEIT wie der STADTRAT in ERFURT einen zwar richtigen BESCHLUSS, aber zur falschen ZEIT fasste, erklären nur wenige Schritte weiter MENSCHEN der BUNDESKANZLERIN ihre SORGEN über ernsthafte PROBLEME in den verschiedensten sozialen Bereichen und unzureichende FÖRDERUNGEN ...

    Wie widersprüchlich kann eigentlich an einem Tag in Erfurt POLITIK sein !

  • Dr. Gerd Stübner (Sonntag, 04. März 2012 17:49)

    Antwort auf „cleidel“ vom 29.2.2012 – leider immer noch anonym:

    Meine Aussagen zum Stadion finden Sie z.B. auf dieser Internetseite als Pressemitteilung vom 14.02.2012 unter der Rubrik „Presse“.
    Dort ist alles beantwortet.

    Einige Anmerkungen zum Thema Rechtsextremismus („auch über bestehende Gesetze hinaus“):

    Am 24. Januar 2012 sagte Herr Wolfgang Nossen, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, in einem Interview in der Thüringer Allgemeinen: „Warum ist es nicht möglich, die NPD aufzulösen? Es kotzt mich regelrecht an, dass hier nicht entschieden und schnell gehandelt wird. Diejenigen, die uns vernichten wollen, werden auch noch mit Geld ausgestattet. Auch vom Verfassungsschutz. Das ist empörend. Und wenn man nachfragt bekommt man zur Antwort, dass man in einer wehrhaften Demokratie lebe, nur müsste sich die Demokratie auch mal wehren. Warum geht man mit den rechtsextremistischen Parteien nicht genau so um, wie man seinerzeit
    gegen die RAF vorgegangen ist. In Dresden demonstrieren Nazis. Menschen beweisen Zivilcourage und stellen sich der Kundgebung entgegen.“

    Und das ist nach Lesart sächsischer Polizei und Justiz ein Gesetzesbruch! Siehe Pfarrer König aus Jena oder die Abgeordneten Katharina König und Bodo Ramelow,„Am Ende bekommen gerade diese Menschen, die Zivilcourage gezeigt haben, Strafbefehle zugestellt.“
    Muss man sich nicht gegen solche Gesetze wehren? Wäre das ungesetzlich?

  • Ralf Beckert (Montag, 05. März 2012 09:05)

    Multifuntionärsarena oder Wer spielt falsch?

    Der Stadtrat Erfurt hat am Mittwoch die Multifunktionsarena beschlossen.
    Ich akzeptiere diese Entscheidung des Stadtrates. Mir ist bis heute auch keine Initiative bekannt, die gegen diesen Beschluss des Stadtrates eine Bürgerbegehren/Bürgerentscheid nach § 17 (3) Thüringer Kommunalordnung vorbereitet. Nebenbei: Dieses Begehren ist an die Frist von 4 Wochen gebunden.

    Immerhin 10 Stadträte gaben ihre Zustimmung nicht. Ich hoffe, auch im Interesse der Steuerzahler der Stadt Erfurt, dass die gewagten Annahmen der Einbringer aufgehen!
    Unzweifelhaft ist, dass die Stadt Erfurt ein attraktives Fußballstadion mit Atmosphäre braucht, unzweifelhaft ist, dass der gegenwärtige Zustand unhaltbar ist, unzweifelhaft ist, dass der Sanierunsgsstau der letzten Jahrzehnte dringend aufgelöst werden muss.
    Aber meine Zweifel am vom OB Andreas Bausewein vorgelgten Projekt bleiben:
    1. Die Annahme, dass mehr als die Hälfte der Besucher des FC RWE von mehr als 30 km weg kommen ist aus meiner Sicht unrealistisch;
    2. Die Annahme, dass nun plötzlich so viele Veranstaltungen mehr nach Erfurt, auch im Kulturellen Bereich kommen, würde ich gut finden, halte ich aber für unrealistisch;
    3. Die Annahme, dass eine solche Multifunktionsarena die Besucherzahlen von FC RWE auf Dauer in die Höhe treibt, halte ich für unrealistisch. Es gibt noch mehr Zweifel, die sind u.a. im Artikel von Gerd Stübner nachzulesen, auch wenn es mehr Einnahmen aus der Bandenwerbung von 375 € gibt, wieviel nun eigentlich!?

    Ich bin verwundert, dass der Profi-Sport durch Mittel der Tourismusförderung unterstützt wird.
    Ich bin verwundert, dass das SPD-Mitglied Machnig die beiden SPD-Oberbürgermeister-Kandidaten auf diese Idee der "Tourismusförderung" gebracht hat.
    Oder ist es nicht verwunderlich, sondern sind es eher wahltaktische Projekte, für die am Ende wieder der Bürger als Steuerzahler ("als der Dumme") aufkommen muss. Oder könnte es sein, dass hier gewählte Politiker nach der moralischen Devise arbeiten "Nach uns die Sintflut...
    Ich habe keine Zweifel, dass die ungewöhnliche Unterstützung des Profi-Sports durch einen Wirtschaftsminister im Freistaat eher mit wahltaktiktischen Profilierungen zu tun hat. Ich bin entsetzt, dass hier die Interessen der Fans des Traditionsklubs Rot Weiß Erfurt für die Machtspiele einzelner Männer mißbraucht werden.
    Und nebenbei: Mich wundert, dass die FDP Thüringen als "Steuer-Senkungs-Partei" für diese Zusammenballung von Steuern als Ausgaben für den Profi-Sport ist: Könnte das mit erhofften Wählerstimmen der Fans zu tun haben?
    Vieleicht ist es im Moment nicht gerade opportun, aber ich finde den Vorschlag von Dr. Gerd Stübner gut, die 20.000 Unterschriftengeber für die Arena könnten auch in die Verantwortung gehen und eine Aktiengesellschaft oder GmbH gründen. Natürlich müsste die Stadt die Gründung unterstützen, natürlich sollte sie auch das Steigerwald-Stadion mit dem Grund und Boden einbringen, aber die Verantwortung würde nicht auf alle Bürger der Stadt, sondern auf die Interessierten zurückfallen...
    Vielleicht gibt es andere Alternativen – Wer hat sie geprüft?

  • Arminius McCottoneye (Freitag, 30. März 2012 15:56)

    Hallo Herr Dr. Stübner,

    ich habe ihr Interview zur OB-Wahl bei Radio FREI angehört. Das Problem, das ich bei Ihren 15.000 genannten Bedarfsgemeinschaften sehe, ist nicht nur, daß ein Haufen Geld rausgeschmissen wird, sondern das immer mehr arbeitslose Fachkräfte permanent genötigt werden, prekäre Arbeitsverhältnisse durch das Jobcenter Erfurt anzunehmen. Das Jobcenter unter Herrn Thomas Unger sollte sich lieber darauf konzentrieren, daß die Leute in vernünftige existenzsichernde Tätigkeiten kommen. So wäre mehr Geld in den Haushalten und es würde nicht permanent Zulauf geschaffen an "Kanonenfutter" für Billiglohn-Firmen. Beste Beispiele hierfür sind hochgepriesene und hochgelobte Neuansiedlungen wie Zalando im GVZ und Rhenus Logistics in Gotha/Hörselgau. Letzteres spürte ich am eigenen Leib als Bewerber. Für eine Fünzigstundenwoche werden gerade mal 1.240 Euro Brutto geboten. Mein Logistikfacharbeiterabschluß wurde nicht anerkannt und in einem viel zu kleinen Raum sollten
    zwanzig potenzielle Bewerber vertrauliche Dinge aus Ihrem Lebenslauf preisgeben. Die Einstellung sollte, befristet mit einen Jahr, über eine betriebsinterne Zeitarbeitsfirma der RZA erfolgen. Abartiger geht es, glaube ich, nur noch
    beim Versandhandel Amazon zu. Dagegen müsste mal was gemacht werden. Kein Wunder das sehr viele aus diesen misslichen Lagen ihr Heil in der Flucht Richtung Westen oder noch weiter suchen. Diese Menschen werden Thüringen vielleicht nur noch, wenn überhaupt, als Touristen betreten. Engstirnige
    Firmen und Behörden werden diesen Schritt einst bitter bereuen.

    Alles Gute & viel Glück

  • starrider (Donnerstag, 05. April 2012 21:55)

    Die kommunalen Sorgen sind in Deutschland überall die Gleichen. Die Möglichkeit mich sop öffentlich zu äußern, habe ich in meiner Heimatstadt nicht. Deswegen nutze ich diese Möglicghkeit. Im FW Wahlprogramkm sind alle kommunalpolitischen Themen kurz und prägnand angesprochen. Sowohl (in meinen -Augen) wichtige als auch unwichtige. In Erfurt geht es um den Bau eines neuen Stadions, in Bad Langensalza um den Erhalt eines Flugplatzes. Wirtschaftliczh dringend notwendig ist in meinen Augen nichts von Beidem. Es sind eger Prestitgeobjekte, die sich keiner unter den momentanen wirtschaftlichen Bedingungen leisten kann. Zumindest nicht, wenn keine entsprechende Gegenleistung eingeplant werden kann. Der Bad Langensalzaer Flugplatz wird hauptsächlich von Freizeitpiloten und das bestehende Steigerwaldstadion von einem Fußballclub genutzt, dessen 1. Mannschaft seit Jahrzehnten gegen hochklassige Clubs mit 10 Peles und gegen Abstiegskandidaten mit 10 Hans Pampels auftritt oder sich mit dem Thüringer Erzrivalen am liebsten Straßenschlachten liefert. Keine gute Vorraussetzung, um einen Aufstieg in die 2. Bundesliga und damit ein neues Stadion zu schaffen. Wenn die Zukunft einer 200.000 Einwohnerstadt von einem neuen Fußball- oder Mehrzweckstadion abhängig gemacht wird, wie es gewisse Teilnehmer an diesem Disussionsforum tun, dann weiß ich nicht, welchen Sinn das Leben wirklich noch hat.

  • starrider (Donnerstag, 05. April 2012 22:11)

    Ergänzung zu meinem Beitrag vom 05.04 2012. Wenn in dieser Runde schon anspricht ob jemand mit dem Klammerbeutel gepudert ist oder nicht, der sollte sich überlegen, ob der Stolz einer Nation wirklich ausschließlich vom Fußball abhängt. Vor Allem unter der Voraussetzung, dass diese Fußballer wesentlich mvzcrvehr Geld bekommen, als sie verdienen

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